Glyphosat: Spekulationen um Kurzzeitzulassung

03.06.2016

© Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Gerüchteküche über die Verlängerung der Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat brodelt. Von einem Zeitraum von zwei Jahren war zu Anfang vergangener Woche in Medienberichten zu lesen, die aber von der Europäischen Kommission nicht bestätigt wurden. Ein EU-Diplomat stellte dazu klar, dass die Kommission keinen neuen Vorschlag vorgelegt habe. Sie habe allerdings die Mitgliedstaaten um Vorschläge zu den nächsten Schritten gebeten. Dabei habe die Behörde als Option eine „sehr begrenzte“ zeitliche Verlängerung ins Spiel gebracht – bis zur Vorlage eines wissenschaftlichen Gutachtens der Europäischen Chemieagentur (ECHA) über mögliche Krebsgefahren des Wirkstoffes.

 

Am 6. Juni solle der für Pflanzenschutz zuständige EU-Fachausschuss abermals über Glyphosat beraten und versuchen, eine qualifizierte Mehrheit für eine zeitlich befristete Zulassungsverlängerung hinzubekommen, hieß es am vergangenen Freitag in Brüssel. Eine Entscheidung drängt, denn die Branche droht bereits mit rechtlichen Schritten, um eine neue Zulassung zu erwirken. Ende Juni läuft die bisherige Genehmigung aus. Ohne eine Verlängerung derselben dürfte Glyphosat nicht mehr als Pflanzenschutzmittelwirkstoff verwendet und verkauft werden.

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