Glyphosat: Minimierungskonzept

25.04.2018

© Sabine Rübensaat

Berlin. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will die Anwendung von Glyphosat massiv einschränken. Nach erheblichen parteiübergreifenden Auseinandersetzungen um das bekanntlich im Koalitionsvertrag verankerte Thema gab die Ministerin ein Konzept zur Glyphosatminimierung bekannt.

 

Ein Einsatz des Totalherbizids auf landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzten Flächen soll künftig ausgeschlossen werden, wenn dort „keine ausreichenden Saumstrukturen“ wie beispielsweise Hecken vorhanden sind. Zur Stoppelbehandlung soll Glyphosat nur noch dann eingesetzt werden dürfen, wenn ansonsten eine erhebliche Erosionsgefährdung droht.

 

Auch zur Bekämpfung von bestimmten Problemunkräutern wie Disteln und Quecken soll auf Teilflächen Glyphosat weiter eingesetzt werden dürfen. Die Sikkation soll nur noch nach Anzeige beim Pflanzenschutzamt möglich sein. Verboten werden soll die Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel in der Nähe von Gewässern. Die einzuhaltenden Abstände will man bundeseinheitlich regeln.

 

Generell untersagt werden soll die Verwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel durch nichtberufliche Anwender. Ebenfalls verboten werden soll die Anwendung auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind. Dazu zählen Kindergärten, Schulen, Sportanlagen und Altenheime, nicht jedoch Bahntrassen– die Deutsche Bahn ist bekanntlich größter Einzelanwender von glyphosathaltigen Herbiziden.

 

Ein Verordnungsentwurf mit den vorgestellten Punkten soll in Kürze in die Ressortabstimmung gegeben werden. 

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