Glyphosat: Institutionen weiter uneins

19.06.2017

© Sabine Rübensaat

:Berlin. Die Bundesregierung hält sich mit einer Einschätzung der Kanzerogenität von Glyphosat weiter zurück. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag weist sie darauf hin, dass viele internationale und nationale Organisationen die Annahme einer krebserregenden Wirkung von Glyphosat durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) nicht teilten. So kämen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die Europäische Chemikalien Agentur (ECHA), der gemeinsame Ausschuss für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO) sowie die Fachbehörden der USA, Japans, Neuseelands, Australiens und Kanadas zu dem Ergebnis, dass es keine Anhaltspunkte für eine krebserregende Wirkung von Glyphosat gebe. Die agrarpolitische Sprecherin der Linken, Dr. Kirsten Tackmann, warf der Bundesregierung dennoch vor, „demonstratives Desinteresse“ zu zeigen, statt zur Klärung wissenschaftlicher Zweifel an der Unbedenklichkeit von Glyphosat beizutragen. 

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