Glyphosat bekommt zehn Jahre

21.07.2017

© Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Wiederzulassung des Wirkstoffs Glyphosat soll für weitere zehn Jahre verlängert werden. Das sieht der Entwurf von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis vor, der an die Mitgliedstaaten übermittelt worden ist. Bereits im Mai hatte die EU-Kommission die geplante Wiederzulassung für diesen Zeitraum angekündigt. Dem Vorschlag zufolge soll das Netzmittel Tallowamin nicht mehr in Glyphosatprodukten enthalten sein. Die Mitgliedstaaten werden angehalten, sicherzustellen, dass der Herbizidwirkstoff nicht das Grundwasser gefährdet und das Risiko für Wirbeltiere, Nichtzielpflanzen sowie für die Anwender selbst gering bleibt. Zudem soll Glyphosat auch nicht mehr zur Beschleunigung der Abreife, etwa von Getreide, eingesetzt werden dürfen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte den Wirkstoff im Jahr 2015 als nicht krebserregend eingestuft, der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) bestätigte diese Einschätzung im März 2017. 

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