Genossenschaftsverbände

02.01.2013

© MGV

 

 

Berlin. Die angestrebte Fusion des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes (MGV) und des Genossenschaftsverbandes (GV) hat eine weitere Hürde genommen. Die Verbandsräte beider Seiten gaben in der vergangenen Woche grünes Licht. Beide Gremien haben ihren Mitgliedsgenossenschaften jeweils einstimmig empfohlen, der Verschmelzung bei der Mitgliederversammlung des MGV am 29. Januar 2013 in Groitzsch sowie des GV am 5. März 2013 in Erfurt zuzustimmen. Die Fusion soll rückwirkend zum 1. Oktober 2012 wirksam werden. Der vereinigte Verband wird dann einschließlich der Tochterunternehmen rund 1 225 Mitarbeiter beschäftigen und 2 400 Genossenschaften betreuen. Wesentliches Ziel der Fusion ist den Angaben zufolge die Bündelung der Interessen der Genossenschaften in den neuen Bundesländern. Mit der Verschmelzung des MGV mit dem Genossenschaftsverband werden die Genossenschaften in Ostdeutschland erstmals einem Prüfverband angehören. MGV-Vorstandssprecher Dr. Gerald Thalheim sprach im Zusammenhand mit der anstehenden Verschmelzung von einer einschneidenden Veränderung, aber auch einer großen Chance nach 22 Jahren Eigenständigkeit.


Der MGV war vor allem im letzten Jahr in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Die hatte zu einem Wechsel an der Verbandsspitze geführt. Dabei war die Wahl auf Thalheim gefallen. Der frühere Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium und langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete war zuvor einige Jahre als Berater für den MGV tätig gewesen. Nach seinen Ausführungen werden die rund 500 MGV-Genossenschaften in Sachsen und Thüringen mit der Fusion „Teil einer großen Familie und können von dem wirtschaftlich starken Verband profitieren.“ Die Prüfung, Beratung und Bildung sowie die Betreuung und Interessenvertretung könnten in dem fusionierten Verband intensiviert und noch effizienter organisiert werden. Davon würden alle der dann rund 2.400 Genossenschaften des fusionierten Verbandes profitieren.


GV-Verbandspräsident Manfred Bokelmann  sieht im Wachstum der betreuenden Genossenschaftsverbände ein „notwendiges Erfordernis in der heutigen arbeitsteiligen Welt.“ „Wenn die Genossenschaften auf Lokal- und Regionalebene - also dezentral - erfolgreich sein wollen, dann brauchen sie als Ergänzung höchste Fachqualität mit einem leistungsstarken Verband im Hintergrund“, so Bokelmann. Einen solchen Hochleistungsservice könne der Genossenschaftsverband bieten, „zentral gesteuert und regional als Serviceleistung zur Verfügung gestellt.“ Der Verband biete kosteneffiziente Leistungen an, während sich die Mitglieder weitestgehend auf das Marktgeschäft konzentrierten. AgE


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