Geflügelwirtschaft: Geschlossenes Vorgehen

24.11.2016

© Sabine Rübensaat

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat in Hannover einen richtungsweisenden Beschluss gefasst. Das „Leitpapier 2017“ formuliert mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl sechs Kernforderungen der Geflügelwirtschaft an die Politik. Unter anderem erwartet der ZDG von den politisch Verantwortlichen ein Bekenntnis zum Geflügelproduktionsstandort Deutschland und neue Entwicklungsperspektiven für Stallbauten. „Die Politik muss anerkennen, welche erheblichen Leistungen die Branche in Bezug auf Tierwohl, Umwelt- und Verbraucherschutz dauerhaft erbringt“, betonte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke und appellierte an die Politik, im Zielkonflikt zwischen Tierwohl und Umweltschutz ausgewogene Lösungen zu finden.


Bezüglich des Ausweises von Tierwohlleistungen stellte der ZDG-Präsident klar: „Sollte das staatliche Tierwohllabel tatsächlich kommen, muss das Geflügel von Anfang an dabei sein – das geht gar nicht ohne uns!“ Zudem sei eine Kennzeichnung der Länderherkunft unverzichtbar. Eine weitere Forderung des Verbandes ist ein angemessener Kostenausgleich für Eier aus nicht schnabelgekürzten Legehennenherden, da bei dieser Produktionsweise ein intensiveres Tierhaltungsmanagement nötig sei. Außerdem solle die Politik für die Etablierung EU-weiter Regelungen für die Putenhaltung nach dem Vorbild der deutschen Puten-Eckwerte sorgen. Schließlich pocht der ZDG darauf, den Verkauf von Gänse- und Entenstopfleber in Deutschland zu unterbinden und das Fleisch aus tierschutzwidrigen Haltungen zu kennzeichnen.

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