Gedrückte Stimmung

16.10.2014

Karikatur © Lothar Schneider

Wie heißt dort der Staat mit den miesen Aussichten für Landwirte…?

Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte, gilt hinsichtlich der Bewertung der aktuellen Lage ein Wert von 2,76 auf der Notenskala von eins bis fünf. Ähnlich niedrig war der Index zuletzt im September 2011. Mit einem Wert von 3,29 wird die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung noch negativer beurteilt. Zuletzt wurde ein solcher Abschwung in der Zeit der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 registriert.


Ausschlaggebend für die schlechtere Stimmung, die alle Betriebsformen in ähnlicher Weise betrifft, sind dem DBV zufolge vor allem die gravierenden Erzeugerpreisrückgänge bei wichtigen Produkten wie Schlachtschweinen, Rindern, Milch und Getreide sowie die hohen Pachtpreise. Daneben würden die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der EU kritisch gesehen, ebenso wie die nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die nationale und die EU-Agrarpolitik seien zuletzt in den Krisenjahren 2008 und 2009 so negativ beurteilt worden wie heute, stellte der Verband fest. Positiv auf die wirtschaftliche Stimmungslage wirke sich dagegen die Entwicklung auf den Futtermittel- und Energiemärkten aus.


Die negative Einschätzung der wirtschaftlichen Situation drückt gemäß DBV-Angaben die Investitionsbereitschaft der Landwirte. Nur noch 34 % der insgesamt rund 1 000 befragten Landwirte und Lohnunternehmer wollten im nächsten halben Jahr investieren, gegenüber 39 % vor einem Jahr.

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