Gartenbau

20.09.2018

© Heike Mildner

Für die Erhaltung einer starken Gartenbauwissenschaft hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ausgesprochen. Dies sei notwendig, um die anstehenden Veränderungen, die durch den Klimawandel, die Globalisierung und die Digitalisierung getrieben würden, bewältigen zu können, erklärte sie anlässlich ihres Antrittsbesuchs beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) am Anfang September in Gensingen. Die Ministerin verwies auf den spürbaren Fachkräftemangel und stellte die Zuständigkeit der Länder beim Thema Ausbildung heraus. Sie begrüßte die Ankündigung Nordrhein-Westfalens, das Thema auf die Tagesordnung der Agrarministerkonferenz im September setzen zu lassen. Dies sei ein richtiger Schritt, um auf die zurückgehende Zahl der Gartenbau-Absolventen an den Universitäten hinzuweisen. 

 

ZVG-Präsident Jürgen Mertz hatte zuvor die Sorge der Branche über die „dramatische Entwicklung der Gartenbaufakultäten an den drei Universitätsstandorten“ geschildert. Ohne Nachwuchswissenschaft schwinde die nötige Innovationskraft; ohne Lehre fehlten die Lehrer an den gartenbaulichen Berufs- und Fachschulen, warnte der Verbandspräsident. 

 

Positiv hob Mertz das Bundesprogramm zur Förderung der Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau hervor. Es leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und fördere die Innovationsbereitschft. In kürzester Zeit seien die Mittel des Bundesprogramms von den Betrieben abgerufen gewesen. Klöckner kündigte an, die Fördermaßnahmen künftig auf die Gewächshausneubauten zu konzentrieren, die laut Evaluierungsbericht „besonders förderwürdig“ seien. Für die im Koalitionsvertrag vorgesehene Fortsetzung des Bundesprogramms 2019 bis 2021 seien insgesamt 75 Mio. €  eingeplant. 

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