Freud und Leid dicht beisammen - Situationsbericht des DBV

13.12.2013

Bildautor: Bauernzeitung

Situationsbericht des DBV: Gewinnanstieg im Ackerbau

Zuerst die gute Botschaft: Die Einkommenssituation in der Landwirtschaft insgesamt hat sich verbessert. Wie aus dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervorgeht, den Verbandspräsident Joachim Rukwied in Berlin vorgestellt hat, haben die Haupterwerbsbetriebe im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2012/13 ein Unternehmensergebnis von durchschnittlich 62.900 Euro je Betrieb erzielt, das waren gut 6 % mehr als im Vorjahr.

Auch je Familienarbeitskraft erreichten die Haupterwerbler mit 42.800 Euro ein deutliches Plus gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2011/12. Als Ursache für die besseren Ergebnisse nannte Rukwied zumindest teilweise höhere Erlöse, insbesondere bei Getreide, Raps und Kartoffeln.

Gleichzeitig machte der DBV-Präsident jedoch auf große Unterschiede in den Zahlen je nach Betriebsform und vor allem regionaler Erntesituation aufmerksam. Während die Ackerbaubetriebe ihr Ergebnis aufgrund höherer Preise um ein Drittel verbessern konnten und ein Unternehmensergebnis von durchschnittlich 97.500 Euro erreichten, mussten die Milchviehbetriebe heftige Einbußen hinnehmen. Ihr durchschnittlicher Gewinn ging infolge von diversen Kostensteigerungen um knapp 16 % auf 52.300 Euro je Betrieb zurück, womit die weniger gute Botschaft gekennzeichnet wäre.

Die Veredlungsbetriebe und insbesondere die Schweinehalter konnten aufgrund besserer Schlachtviehpreise trotz höherer Futterkosten ihr Ergebnis im abgelaufenen Wirtschaftsjahr steigern. Sie erreichten einen Gewinn von 64.000 Euro je Unternehmen. Auch die wirtschaftliche Situation der Wein- und Obstbaubetriebe hat sich verbessert. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2013/14 geht der DBV von einer stabilen Erlösentwicklung der Betriebe aus.

Eine differenzierte Entwicklung wie bei den Betriebsformen gibt es auch im Hinblick auf die regionalen Ergebnisse. Lediglich in Bayern mussten die Haupterwerbsbetriebe leichte Verluste hinnehmen. In allen anderen Ländern stiegen die Gewinne zum Teil deutlich an.

Den größten Gewinnsprung gab es in den ostdeutschen Ländern mit einem Plus von annähernd 70 %. Dort rangieren die Haupterwerbsbetriebe mit rund 120.000 Euro je Unternehmen bundesweit an der Spitze, gefolgt von Niedersachsen mit gut 72.000 Euro je Unternehmen und Rheinland-Pfalz mit rund 71.000 Euro. Am unteren Ende sind die Betriebe in Hessen und Baden-Württemberg mit jeweils knapp unter 50.000 Euro je Unternehmen zu finden.
Die Bruttoinvestitionen aller Haupterwerbsbetriebe stiegen im Wirtschaftsjahr 2012/13 um 3 % auf 54.100 Euro je Betrieb, die Nettoinvestitionen lagen im Schnitt bei 15.400 Euro.

Autor: AgE

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