Freiwillige Tierwohlmaßnahmen

23.08.2016

© Sabine Rübensaat

Wiesbaden. Hessens Legehennenhalter verzichten künftig freiwillig auf das Schnabelkürzen bei ihren Tieren. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem hessischen Verband der Geflügelwirtschaft und dem Landwirtschaftsministerium ist in Wiesbaden unterzeichnet worden.


Demnach soll das Schnabelkürzen ab dem nächsten Januar nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt werden. Der Verzicht auf das Verfahren mache eine Umstellung der Haltung und eine intensivere Betreuung nötig, damit sich die Hühner im Stall untereinander nicht an- oder totpickten, erklärte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. Daher habe man eigens ein neues Beratungsangebot entwickelt, das der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) den Tierhaltern kostenlos zur Verfügung stelle.


Hinz zog eine positive Bilanz des vor Jahresfrist eingerichteten „Runden Tisches Tierwohl“ in Hessen, in dessen Rahmen die Verständigung zum Schnabelkürzen erfolgt ist. So sei eine gemeinsame freiwillige Vereinbarung geschlossen worden, dass Kälber nur noch nach Verabreichung von Schmerz- und Beruhigungsmitteln enthornt werden sollten. Weitere Themen des Runden Tisches seien die nachhaltige Beendigung der Tötung männlicher Eintagsküken sowie der Ausstieg aus der Amputation von Schwänzen bei Ferkeln und Bullen. 

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