Freihandel EU – USA: Jetzt schon Entwarnung?

10.01.2014

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Freihandelsabkommen EU-USA wird konkretisiert

Brüssel. Bei den Verhandlungen zu einem transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA sind die großen Felder abgesteckt; beim nächsten Treffen im März sollen konkrete Formulierungen und Bestimmungen besprochen werden. Das hat die EU-Kommission Ende Dezember mitgeteilt. Themen waren demnach bei der vor Weihnachten abgeschlossenen dritten Verhandlungsrunde der Marktzugang, Handelsregeln und regulierende Aspekte.

Unterdessen gehen Wissenschaftler nicht davon aus, dass die Rindfleischexporte der USA in die EU durch ein Freihandelsabkommen ernsthaft zunehmen würden. Wie das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft mitteilte, haben Agrarökonomen vom Thünen-Institut und von der Kansas State University die Perspektiven der Produktion und des Handels von Rindfleisch untersucht. Im Aufzuchtbereich gebe es für die nordamerikanischen Produzenten keinen Anreiz, nach Europa zu verkaufen, und im Mastbereich bestünden deutliche Preis- und Kostenunterschiede zwischen den USA und der EU. Berücksichtige man die Transportkosten und die Kosten, die entstünden, wenn die Tiere ohne die in der EU verbotenen wachstumsfördernden Substanzen gefüttert würden, überstiegen die Kosten für Rindfleisch sogar das EU-Niveau. Auch müsse man den Qualitätsaspekt berücksichtigen. „Wenn die EU überhaupt anfängt, mehr Rindfleisch aus den USA zu importieren, wird es dabei um qualitativ hochwertiges, marmoriertes und teures Fleisch gehen.“

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