Fleischkonsum

26.02.2016

Fleischgericht © Sabine Rübensaat

In der angesichts der Fastenzeit neu aufgeflammten Diskussion um den Fleischkonsum der Bevölkerung hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gegen staatliche Vorgaben für eine Reduzierung des Fleischkonsums gewandt. „Ich bin gegen jede Form der Ernährungsideologie“, erklärte der Minister in Berlin. Ihm zufolge solle und dürfe jeder essen, „was ihm schmeckt und ihn glücklich macht.“ Eine gute Ernährung lasse sich nicht per Gesetz verordnen.



Schmidt betonte zugleich, jeder Einzelne könne durch sein Konsumverhalten einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheit, Tierwohl und Klimaschutz leisten. Als Grundlage dafür sorge die Bundesregierung für „Transparenz, Verbraucherbildung und gesetzliche Rahmenbedingungen“. Steuererhöhungen für Fleisch oder den von der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) geforderten „Gülle-Soli“ werde es nicht geben, versicherte der CSU-Politiker.



Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) warnte vor einer politischen Instrumentalisierung der Fastenzeit. Die Fleischkritiker in Politik und Verbänden sollten den Verbrauchern nicht vorgaukeln, mit Fasten und dem Verzicht auf Fleisch könne das Klima gerettet werden, erklärte der Bauernverband. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) warf den Kritikern des gegenwärtigen Fleischkonsums vor, die brisante Lage zu verkennen, in der sich die deutschen Tierhalter aktuell befänden. „Das Korsett aus niedrigen Preisen und der enormen Erwartungshaltung mit Druck aus Politik und Gesellschaft schnürt sich immer enger zu“, so die ISN. Den Tierhaltern fehle zunehmend ganz einfach die Luft zum Atmen. 

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