Fleischatlas 2016

27.01.2016

Fleischatlas © Heinrich-Böll-Stiftung

Berlin. Die Tierhaltung in Deutschland konzentriert sich auf immer weniger Betriebe. Das geht aus dem „Fleischatlas Deutschland Regional 2016“ hervor, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) herausgegeben und am 13. Januar vorgestellt haben. Demnach wächst die Fleischproduktion in jenen Bundesländern am stärksten, in denen bereits überdurchschnittlich viele Tiere gemästet werden. Nach Recherchen des BUND wurden zwischen 2012 und 2015 von den niedersächsischen Behörden mehr als 150 000 Schweinemastplätze neu genehmigt. „Allein im Landkreis Vechta wurden zwischen 2013 und 2014 trotz einer bereits existierenden extrem hohen Schweinedichte über 87 000 neue Schweinemastplätze bewilligt“, berichtete der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Seinen Angaben zufolge produzieren dort etwa 800 Schweinemäster mehr Tiere als in ganz Schleswig-Holstein oder Hessen. Als Richtungstreiber kritisierte Weiger die Politik, die große Stallneubauten fördere, aber auch den Handel, der durch Dumpingpreise die Tierhalter in den bestehenden Systemen verharren lasse.


Der damit einhergehende Strukturwandel wird von den Initiatoren des „Fleischatlas“ als fortgesetztes Höfesterben scharf kritisiert. Für Stiftungsvorstand Barbara Unmüßig befördert dies weiter „eine agroindustrielle Landwirtschaft, deren Folgen auf immer weniger gesellschaftliche Akzeptanz“ stießen. 


Der „Fleischatlas“ wird vom BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben.

 

www.bund.net/?id=18744

 

 

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