Flächenpreise

01.09.2013

Ackerflächen © Thomas Tanneberger

Flächenpreise steigen weiter

 

In Deutschland sind im vergangenen Kalenderjahr wiederum deutlich höhere Preise für Agrarland gezahlt worden als im Vorjahr.  Das geht aus den aktuell vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Daten zu den Kaufwerten landwirtschaftlicher Grundstücke hervor. Demnach stieg 2012 in den alten Ländern der Preis für Agrarflächen verglichen mit 2011 im Durchschnitt um 8,6 % auf 22.267 €/ha; in Ostdeutschland legten die Erlöse im Mittel um 8,5 % auf 9.593 €/ha zu. Für das gesamte Bundesgebiet leitet sich eine Verteuerung des Bodens um durchschnittlich 6,9 % auf 14.424 €/ha ab. Besonders hoch fielen die Preisaufschläge in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein aus. Bezogen auf die Bundesländer reichten die Durchschnittspreise von 6.870 €/ha in Thüringen bis 32.427 € in Nordrhein-Westfalen. Spitzenpreise wurden mit 45.033 €/ha im Bezirk Münster erreicht.

Weniger Fläche

Im Gegensatz zu den Hektarpreisen weist die verkaufte Gesamtfläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdIN) einen abnehmenden Trend aus. Sie nahm um 8.333 ha oder 7,3 % auf 106.400 ha ab. Während in den westlichen Bundesländern die veräußerte FdlN 2012 um 11 % auf 40.554 ha abnahm, ging sie in Ostdeutschland nur um 4,5 % auf 65.847 ha zurück. Veräußert wurden in Nordrhein-Westfalen 4.909 ha; das war ein Fünftel weniger als 2011. In Baden-Württemberg wechselten 3,1 % weniger Flächen den Besitzer – insgesamt 4 200 ha. In Bayern nahm die veräußerte Agrarfläche gegenüber dem Jahr 2011 um 6,4 % auf 5.768 ha ab, in Hessen um 2,3 % auf insgesamt 4.031 ha.

 

Stärker in Bewegung war 2012 der Bodenmarkt in Ostdeutschland. Das galt besonders für Sachsen, wo der Umfang der veräußerten FdIN gegenüber dem Vorjahr um 3.938  ha oder fast 88 % auf 8.438 ha zunahm und die Kaufwerte im Schnitt um 38,1 % auf 8.163 €/ha hochschnellten. Mit dem Preissprung gab Sachsen die „rote Laterne“ an Thüringen ab. Dort erhöhte sich der Wert „nur“ um 9,3 % auf 6.870 €/ha, während die Fläche um 1,1 % auf 8.096 ha zunahm. In Sachsen-Anhalt stieg die veräußerte Agrarfläche um 15,7 % auf 13.049 ha, während die Preise um 12,6 % auf 10.965 €/ha anzogen.

Bewegung im Norden

Auch in Mecklenburg-Vorpommern mussten die Käufer von Agrarflächen spürbar mehr zahlen: Der Durchschnittspreis für einen Hektar legte dort um 7,5 % auf 12.675 € zu. Veräußert wurde hier insgesamt die größte Fläche, auch wenn sie um 18,4 % auf 18.615 ha abnahm.

 

Brandenburg, das diesbezüglich den zweiten Platz einnimmt, meldete einen Rückgang der veräußerten Areale um mehr als ein Fünftel auf 17.648 ha. Gleichzeitig wurde in diesem Bundesland, das lange Zeit bundesweit die niedrigsten Agrarbodenpreise ausgewiesen hatte, ein Anstieg der mittlere Kaufwerte um 5,6 % auf nunmehr 7.262 €/ha verzeichnet.

Buchbestellung

 

Buch kaufen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr