Fipronil-Skandal: Auswirkungen auf den Markt

07.09.2017

© Sabine Rübensaat

Berlin. Der Fipronil-Skandal dürfte gravierende Auswirkungen auf den Eiermarkt und den Eierpreis nach sich ziehen. Davon geht zumindest das Bundeslandwirtschaftsministerium in einem Bericht an den Ernährungsausschuss des Bundes-tages aus. Als Begründung für diese Einschätzung wird angeführt, dass im Jahr 2015 mehr als 70 % der nach Deutschland eingeführten Eier aus den Niederlanden stammten. Ob und inwieweit andere Mitgliedstaaten wie Polen oder Drittländer wie die Ukraine dies kurzfristig auffangen könnten, sei offen.


Erste handelspolitische Auswirkungen hätten sich bereits durch das seit dem 21. August geltende, vorläufige ukrainische Importverbot für Geflügelprodukte aus den betroffen Mitgliedstaaten ergeben. Davon sei auch Deutschland betroffen. Auf Initiative von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt werde das Thema Fipronil auf dem informellen Agrarministerrat der Europäischen Union in Tallinn zur Sprache kommen. Außerdem werde die Bundesregierung mit der EU-Kommission Vorschläge zur Verbesserung der Schnelligkeit und Verlässlichkeit des Frühwarnsystems erörtern, kündigte das Berliner Agrarressort an.


Derweil hob die Botschaft der Niederlande am 31. August in Berlin hervor, dass Holland in Tallinn auf eine Harmonisierung der europäischen Maßnahmen im Zusammenhang mit kontaminierten Eiern drängen werde.

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