Ferkelkastration

16.10.2018

© Sabine Rübensaat

Berlin. Noch nicht endgültig einig waren sich Ende vergangener Woche Union und SPD über die Fristverlängerung für die betäubungs­lose Ferkelkastration. Zwar hatten sich die Fraktionsspitzen bekanntlich darauf verständigt, das eigentlich mit Jahresbeginn in Kraft tretende Verbot um zwei Jahre zu verschieben. Unklar war jedoch bis zuletzt, welche Begleitmaßnahmen auf den Weg gebracht werden sollen. Umstritten ist daher der Text für eine Entschließung, die neben der Verlängerung der Übergangsfrist im Tierschutzgesetz gefasst werden soll. Kein Geheimnis ist, dass sich die Agrarier der SPD von der Entscheidung im Koalitionsausschuss überrumpelt fühlen und Gegenleistungen von der Union verlangen. Die angekündigte Fraktionsinitiative zur Änderung des Tierschutzgesetzes müsste in dieser Woche auf den Weg gebracht werden, soll ein Inkrafttreten noch in diesem Jahr sichergestellt sein. Das Bundesagrarministerium will eigenen Angaben zufolge eine Verordnung vorlegen, die es den Landwirten ermöglicht, die Isofluran-Betäubung durchzuführen. Diese sollen dazu einen Sachkundenachweis 

erbringen. 

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