Ferkel viel zu billig

12.02.2015

© Susanne Gnauk

Die Erlöse bei den Ferkelerzeugern in Deutschland sind niedriger als die Produktionskosten.

Seit August 2014 sind die Erlöse bei den Ferkelerzeugern in Deutschland niedriger als die Produktionskosten, und an dieser Verlustsituation hat sich auch mit Beginn des neuen Jahres nichts geändert. Wie der Bayerische Bauernverband (BBV) Anfang Februar  unter Berufung auf Modellrechnungen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) mitteilte, beliefen sich die Erlöse aus dem Verkauf von Ferkeln und Altsauen im Januar 2015 auf durchschnittlich 42,80 Euro je Tier. Dem standen jedoch Vollkosten in der Ferkelerzeugung von 59,70 Euro je Tier gegenüber, sodass ein Verlust von fast 17 Euro je Ferkel zu verzeichnen war. Bei diesen Preisen hätten zwar gerade noch die variablen Kosten für Futter, Tierarzt und ähnliches gedeckt werden können; die festen Kosten für Stallbau und Arbeitserledigung ließen sich jedoch nicht erwirtschaften, erläuterte der BBV. Nach Einschätzung des Verbandes ist eine grundlegende Änderung dieser für die Ferkelerzeuger so schwierigen Situation nicht in Sicht.

Marktberichterstattern zufolge lag die Leitnotierung „Nordwestpreis“ für Tiere mit 25 kg in einer Vermarktungspartie von 200 Stück Anfang Februar bei etwa 36 Euro pro Ferkel. Laut einer Prognose des dänischen Verbandes der Schweineproduzenten soll die Nordwest-Notierung für Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im zweiten Quartal 2015 ein Niveau von etwa 43 Euro je Tier erreichen, um dann im dritten Quartal saisonal wieder auf 38 Euro zu sinken. 2014 lag der Preis für Ferkel im Nordwesten zwischen April und Juni noch bei 56 Euro.

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