European Milk Board

04.12.2018

© Sabine Rübensaat

Brüssel/Zell. Eine europäische und solidarische Lösung für den Milchsektor haben 20 Milcherzeugerverbände des European Milk Board (EMB) bei ihrer Mitgliederversammlung in Zell am Oberharmersbach im Schwarzwald gefordert. Wie der EMB mitteilte, waren sich die Teilnehmer darin einig, dass ein effizientes Kriseninstrument bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), kostendeckende Milchpreise und gerechte Erzeugereinkommen zentrale Elemente für einen nachhaltigen Milchsektor seien. Das sei auch für die Sicherung der Generationenfolge unabdingbar. Der EU-Milchmarkt benötige wirksame Instrumente, um den wiederkehrenden Marktkrisen, klimatischen Ausnahmesituationen und vielfältigen Anforderungen gerecht werden zu können. 

„Der freiwillige Lieferverzicht in Krisenzeiten – ein zentrales Element des Marktverantwortungsprogramms des EMB – muss als fixes Instrument in der GAP verankert werden“, forderte der EMB-Vorsitzende Erwin Schöpges. Die „Endlosschleife der Milchkrisen“ müsse endlich durchbrochen und der Markt auf ein „gesundes Fundament“ gestellt werden. Wichtiger denn je seien kostendeckende Preise und eine gerechte Entlohnung, was auch Voraussetzung sei, um für junge Landwirte Perspektiven zu schaffen. 

 

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Stefan Mann, forderte dazu auf, die Politiker in den Ländern und in Brüssel stärker in die Verantwortung zu nehmen. „Ich möchte die Politik ermuntern, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um Wertschöpfungsverluste für den ländlichen Raum zu verhindern“, so Mann. 

 

Das European Milk Board will nach eigenen Angaben den Dialog mit Vertretern der Politik auf allen Ebenen weiterführen. Die nationalen Verbände sprachen sich aber auch für deutliche Maßnahmen gegenüber den politisch Verantwortlichen aus. Schöpges: „Von unseren europäischen Kollegen kamen ganz klar Signale, den Druck auf Brüssel zu erhöhen und uns mit starken Aktionen Gehör zu verschaffen, falls uns die Politik sehenden Auges in die nächste Krise schickt.“

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr