EU-Tiergesundheitsrecht

11.06.2015

© Sabine Rübensaat

Parasitenbefall bei Uckermärker

Brüssel. Durchbruch bei der Reform des EU-Tiergesundheitsrechts: Die Unterhändler von Rat, Europaparlament und EU-Kommission haben sich in Brüssel auf einen Kompromiss geeinigt. Wie die Kommission im Anschluss mitteilte, sollen insbesondere die Zuständigkeitsbereiche von Tierhaltern, Händlern, Tierärzten und Behörden besser abgegrenzt werden. Eine Reihe von Rechtstexten, die teilweise bis ins Jahr 1964 zurückreichen, werden damit in eine einzige Verordnung überführt. Im Zentrum der Maßnahmen stehen hochansteckende Tierkrankheiten wie die Maul- und Klauenseuche (MKS), die Blauzungenkrankheit oder die Geflügelpest. Verbesserte Instrumente zur Überwachung von Tierkrankheiten sollen die Verbreitung von Epidemien eindämmen. Gleichzeitig sollen Tiertransporte künftig proportional zum Risiko eingeschränkt werden.


Der Kompromiss muss jetzt zunächst vom Landwirtschaftsausschuss des Parlaments angenommen werden; dies wird voraussichtlich am 17. Juni der Fall sein. Auch der Rat muss sein grundsätzliches Plazet geben, bevor die fertigen Texte vom Plenum des Hohen Hauses verabschiedet werden können.

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