EU-Parlament: Blocker gegen Gentechnik

24.05.2017

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Straßburg/Brüssel. Das Europaparlament hat sich gegen Pläne der EU-Kommission ausgesprochen, den Import und die Vermarktung von einer neuen transgenen Mais- und einer neuen gentechnisch veränderten Baumwollsorte in die Europäische Union zuzulassen. Die Abgeordneten unterstrichen in zwei Entschließungen die Bedenken von Mitgliedstaaten sowie Forschern und bekräftigten ihre Forderung, das Verfahren zur Genehmigung von Erzeugnissen, die genetisch veränderte Organismen (GVO) enthalten, gründlich zu überarbeiten. Bei der Abstimmung ging es im Einzelnen um die Vermarktung der Maissorte DAS-40278-9 von Dow AgroScience, in der verschiedene Resistenzen gegen Wirkstoffe implantiert sind. Die Parlamentarier wiesen hierzu auf eine wissenschaftliche Studie hin, die Bedenken über die Risiken des Wirkstoffs 2,4D aufwirft. Die nichtbindende Entschließung wurde mit 435 Stimmen bei 216 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen angenommen.


In einer weiteren Resolution fordern die Abgeordneten, dass auch die Einfuhr der genetisch veränderten Baumwollsorte GHB119 und von Erzeugnissen, die diese enthalten, nicht zugelassen werden, da dies „zweifellos zu einer Zunahme ihres Anbaus in anderen Teilen der Welt und folglich zu einer häufigeren Verwendung von Herbiziden auf Glufosinat-Ammonium-Basis führen würde“. Die Baumwollsorte GHB119 ist resistent gegen solche Herbizide. Glufosinat wird jedoch als fortpflanzungsgefährdend eingestuft.

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