EU-Kommission verlängert Glyphosat-Zulassung

29.06.2016

© Sabine Rübensaat

Glyphosat wird weitere 18 Monate auf dem Markt bleiben. Das kündigte der zuständige EU-Kommissar, Vytenis Andriukaitis, am Dienstag, den 28. Juni am Rande eines Treffens der EU-Agrarminister in Luxemburg an. Zuvor war es – trotz wiederholter Versuche – nicht gelungen unter den EU-Staaten die erforderlich Mehrheit für eine Verlängerung oder Neuzulassung des Herbizides zu finden. Von den 28 Mitgliedsländern stimmten 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich, Frankreich und Malta stellten sich gegen eine Neuzulassung. Deutschland hatte sich bei der Abstimmung enthalten. Ohne eine gemeinsame Position aber, musste die EU-Kommission jetzt eine Entscheidung treffen, denn drei Tage später wäre die Glyphosatzulassung erloschen. Die Zulassungsverlängerung wurde zudem mit dem Auftrag an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) verbunden, in dieser Zeit die Risiken, die von dem von Umweltverbänden stark kritisierten Pflanzenschutzmittel ausgehen, noch einmal neu zu bewerten. Zuletzt hatte es dazu mehrere Untersuchungen gegeben, die jedoch immer zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangten. Experten erwarten von der ECHA-Untersuchung jetzt wenig neue Erkenntnisse. Entscheidend wird allerdings sein, wie die Agentur den Sachverhalt abschließend bewerten wird.   

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