EU-Kommission: Monsanto-Übernahme wird geprüft

05.09.2017

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Brüssel. Mit der geplanten Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG tun sich die europäischen Wettbewerbsprüfer offensichtlich schwer. Die Europäische Kommission kündigte an, im Rahmen der Fusionskontrolle eine „eingehende Prüfung“ einzuleiten. Wie die Behörde feststellte, ist man darüber besorgt, dass der Zusammenschluss der beiden Konzerne den Wettbewerb auf den Märkten für Pflanzenschutzmittel, Saatgut und agronomische Merkmale beeinträchtigen könnte. Zum Bereich Pflanzenschutzmittel stellte die Kommission kritisch fest, dass es sich bei Monsanto und Bayer um zwei einer nur begrenzten Zahl von Wettbewerbern handele, die in der Lage seien, neue Wirkstoffe zu finden und neue Formeln zu entwickeln. So sei etwa der Wirkstoff Glyphosat von Monsanto das in Europa am meisten verkaufte Totalherbizid. Währenddessen stelle Bayer den Wirkstoff Glufosinatammonium her, ebenfalls ein Breitbandherbizidwirkstoff und eine der wenigen Alternativen zu Glyphosat. Darüber hinaus will die Kommission auch die Tätigkeiten von Monsanto im Bereich biologischer Pflanzenschutzmittel prüfen, die in Konkurrenz zu chemischen Bayer-Produkten stehen. Zudem wird sie die überschneidenden Tätigkeiten der beiden Firmen bei Erzeugnissen zur Bekämpfung der Varroa-milbe weitergehend analysieren. Genauer unter die Lupe nehmen will die Brüsseler Behörde aber auch das Saatgutgeschäft beider Konzerne. 

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