EU-Agrartrilog

23.05.2013

© Sabine Rübensaat

Pflügender Traktor

 

Schwerin. Auf einen Kompromiss im Rahmen der Trilogverhandlungen der Europäischen Union über die künftige Agrarpolitik hoffen die rund 800 im Deutschen Raiffeisenverband (DRV) organisierten Agrargenossenschaften. Das betonte Vorstand Rene Rothe vom Genossenschaftsverband e. V. Mitte Mai während eines zweitägigen Kooperationstreffens zwischen dem Fachprüfungsverband von Produktivgenossenschaften in Mitteldeutschland e. V. (FPV) und seinem Verband. Die Direktzahlungen für Großbetriebe zu kappen bzw. einer Degression zu unterwerfen wäre eine gravierende Benachteiligung der Agrargenossenschaften, so Rothe. Dies hätten selbst EU-Kommissar und Europaparlament erkannt und deshalb vorgeschlagen, die Lohnkosten zu berücksichtigen. Ausgerechnet das wolle nun aber der Ministerrat nicht.

„Wir appellieren an alle Verhandlungspartner, bei der Berechnung der künftigen Direktzahlungen den Beitrag zur Beschäftigung im ländlichen Raum zu berücksichtigen“, so Wilfried Lenschow von der Agrargenossenschaft Bartelshagen I in Mecklenburg-Vorpommern. Sein Kollege Dr. Gerhard Schmidt von der Agrargenossenschaft Bonese kritisiere den EU-Vorschlag, bis zu 30 Prozent des Budgets für die kleineren Familienbetriebe zu verwenden. Gerechterweise müssten dann auch die Mitglieder von Produktionsgenossenschaften für die ersten Hektar einen höheren Sockelbetrag erhalten.

Buchbestellung

 

Buch kaufen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr