EU-Agrarreform: Kommission passt Details an

14.04.2014

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EU-Flagge

Brüssel. Die Europäische Kommission bessert ihre Detailregelungen zur EU-Agrarreform nach. Im Rahmen des Greenings sollen Landwirte nun doch leichter auf ihre notwendigen ökologischen Vorrangflächen kommen als bislang bekannt. Wie die Behörde am 2. April bestätigte, soll der Anbau von stickstofffixierenden Pflanzen mit dem Faktor 0,7 statt 0,3 auf das Ziel von 5 % ökologischen Vorrangflächen angerechnet werden. Das heißt, dass nunmehr 10 ha Klee, Lupinen oder ähnliches genügen, um 7 ha Vorrangfläche zu erreichen. Nach den bisherigen Plänen wären es 23 ha gewesen.

Darüber hinaus ist die Kommission der Auffassung, dass Brachflächen wenigstens sechs Monate Bestand haben müssen, um als ökologische Vorrangfläche zu zählen. Ferner versichert die Kommission, dass sie die Detailregeln zur Agrarreform nach einem Jahr überarbeiten wird, sollte sich herausstellen, dass die Vorgaben zu einer „spürbaren Verringerung des Produktionspotenzials der EU“ führen. Daneben bekräftigt die Behörde, alles dafür zu tun, dass die Auflagen mit so wenig Bürokratie wie möglich umgesetzt werden. In der Diskussion um den „aktiven Landwirt“ schlägt die Kommission vor, Erlöse aus Direktvermarktung als landwirtschaftliches Einkommen zu betrachten. Hinsichtlich Fremdenzimmern wird klargestellt, dass solche Angebote keine Immobiliendienstleistung seien.

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