Erwartungen und Ängste geweckt

21.11.2013

EU/US-Handelsgespräche

Die zweite Runde der Gespräche zwischen der EU und den USA bringt sowohl Kritiker als auch Befürworter auf den Plan.

Anlässlich der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den USA und der EU über ein transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP), die am 15. November zu Ende ging, haben Befürworter und Kritiker ihre Wünsche und Befürchtungen bekräftigt. 

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) pochen im Schulterschluss mit dem EU-Dachverband der Ernährungswirtschaft (FoodDrinkEurope) auf einen Abbau von verwaltungstechnischen und anderen nichttarifären Handelshemmnissen. Solche Maßnahmen schafften unnötige Zusatzkosten, die unmittelbar die Wettbewerbsposition der EU-Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie das bilaterale Handelspotenzial verschlechterten, hieß es vonseiten der Branchenvertreter. Da die US-Zölle auf die meisten Agrarprodukte aus der EU bereits relativ niedrig seien, erwarte man den größten Verhandlungsgewinn durch die Beseitigung von Verwaltungshürden – und zwar auf eine für beide Seiten nutzbringende Weise. 

 

Kritiker fordern mehr Transparenz

Gleichzeitig meldeten sich zahlreiche Kritiker eines Abkommens zu Wort. Sie fordern eine größere Transparenz der Verhandlungen und ein klares Nein zur weiteren Öffnung Europas gegenüber Gentechnik und anderen kontroversen Bereichen der Nahrungsmittelproduktion, die in Amerika etabliert sind. Die jüngsten Gespräche zwischen den Unterhändlern, bei denen es vor allem um ­technische Handelshürden, Dienstleistungen und Standards ging, waren nur eine Etappe im Verhandlungsmarathon, der sich noch geraume Zeit hinziehen dürfte. Zielvorgabe ist Ende 2014. 

Nächste Runde bereits im Dezember

Die nächste Runde der Handelsgespräche zwischen der EU und den USA wird bereits Mitte Dezember in Washington stattfinden. EU-Handelskommissar Karel De Gucht versicherte in den vergangenen Monaten wiederholt, dass man sich auf keine Aufweichungen europäischer Gesundheits- und Verbrauchernormen einlassen werde.

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