Erntestart – Wider Erwarten gute Aussichten

11.07.2013

Es geht los! Der erste Drescher der Agrargenossenschaft Brück rollt ins Feld. © Annika Schäfer



 

Zumindest ist eine durchschnittliche Getreideernte auch für dieses Jahr zu erwarten, versicherte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gemeinsam mit dem DBV-Vize Udo Folgart  zum Ernteauftakt 2013 in Brück (Brandenburg).  Insgesamt rechnet Rukwied mit knapp 45 Mio t Getreide von Deutschlands Feldern. Das entspricht etwa dem langjährigen Mittel. Die Gesamtanbaufläche sei durch das Hochwasser zwar um 2,5 % reduziert, pro Hektar erwarte der Bauernverband  jedoch leicht überdurchschnittliche Erträge von sieben Tonnen über alle Getreidearten hinweg, so Rukwied. Ein Teil der finanziellen Einbußen könne so durch höhere Flächenleistungen aufgefangen werden.

 


 

Agrarmodell erhalten!

Bereits vorab hatte das Präsidium des Bauernverbands bezüglich des Agrarministertreffens zur Umsetzung der GAP-Reform gefordert, Deutschlands zukunftsfähiges Agrarmodell nicht zu gefährden. Mit seiner von der Produktion entkoppelten einheitlichen Flächenprämie und einer im EU-Vergleich breit angelegten zweiten Säule solle das Zwei-Säulen-Modell zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft bis 2020 verlängert werden. Dazu gehöre auch ein Ausgleich für den wegfallenden Modulationsfreibeitrag durch eine Sockelprämie für die ersten 25 Hektar in Kombination mit der schrittweisen Angleichung der Direktzahlungen zwischen den Bundesländern. Zusätzliche Umverteilungen seien nicht akzeptabel. Zur Stabilisierung der zweiten Säule müsse der Bund die Finanzierung der EU-Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz um 200 Millionen Euro aufstocken. Auch sollten alle Möglichkeiten einer praxisgerechten Ausgestaltung der Greening-Vorgaben genutzt werden.

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