Erbschaftssteuerreform: Einschnitte befürchtet

22.05.2015

© Sabine Rübensaat

Berlin. Jeder zweite Bürger Deutschlands befürchtet laut aktueller Forsa-Umfrage eine beschleunigte Landflucht, wenn familiengeführte Unternehmen durch die Erbschaftsteuerreform einen Wettbewerbsnachteil erleiden. 74 Prozent gehen sogar davon aus, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen. „Das wäre Gift für den ländlichen Raum“, sagte Michael zu Salm-Salm, Vorsitzender der Grundbesitzerverbände. Hunderttausende Vollzeit-Arbeitsplätze auf dem Land würden von Familienunternehmen und ihren Zulieferern und Dienstleistern geschaffen. „Diese Arbeitsplätze dürfen durch die Politik nicht gefährdet werden“, forderte zu Salm. Das würde die Struktur ganzer Landstriche verändern und den Arbeitsmarkt mitsamt der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum nachhaltig schädigen.


Wenn Unternehmen, die bisher ausgenommen waren, in Zukunft eine betriebliche Erbschaftsteuer zahlen müssten, rechnen 77 Prozent der Deutschen damit, dass Investitionen zurückgestellt und mehr Unternehmen an ausländische Investoren verkauft werden (64 Prozent). 62 Prozent gehen davon aus, dass es auch Zulieferern und Handwerkern im Umfeld schlechter gehen würde, 58 Prozent rechnen mit sinkender Kaufkraft auf dem Land. 

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