Entschädigung von Energietrassen

16.10.2017

© Sabine Rübensaat

Die Forderung der Landwirtschaft nach höherer Vergütung für Grundeigentümer und Bewirtschafter beim Netzausbau stößt in der Energiewirtschaft auf immer heftigeren Widerstand. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) warnten vor massiven Kostensteigerungen für die Verbraucher. Der Vorsitzende der BDEW-Geschäftsführung, Stefan Kapferer, nannte wiederkehrende jährliche Zahlungen zusätzlich zur derzeit gewährten einmaligen Entschädigung „nicht nur überflüssig, sondern auch vollkommen unverhältnismäßig“. Die Forderungen aus der Landwirtschaft seien „volkswirtschaftlich völlig überzogen“.


Das sieht der Bauernverband freilich deutlich anders. „Vollkommen unverhältnismäßig“ sei nicht die Forderung nach wiederkehrender Entschädigung, sondern die derzeitige Praxis, die Landwirte mit symbolischen Beträgen abzuspeisen, die irgendwann mal in den 50er Jahren festgelegt worden seien und heute in keinem angemessenen Verhältnis mehr zum Wert der Landnutzung stehen. Wer fremden Grund und Boden nutze und damit auch fortwährende Gewinne erwirtschafte, müsse gerechterweise auch die belasteten Eigentümer teilhaben lassen, so der Bauernverband.

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