Endlich klare Zahlen

11.01.2017

© Sabine Rübensaat

Die Bedingungen, unter denen Tiere gehalten werden, werden für Verbraucher in Deutschland immer wichtiger. Befragt nach ihren persönlichen Erwartungen an die Landwirtschaft, nennen 70 % der Bundesbürger eine „artgerechte Tierhaltung“. Dieses Kriterium liegt damit faktisch gleichauf mit der Produktqualität, die für 69 % der Befragten im Vordergrund steht. Das geht aus dem Ernährungsreport 2017 hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin vorgestellt hat.

 

Deutliches Votum


Dem Bericht zufolge wünschen sich 87 % der Bundesbürger eine bessere Tierhaltung mit höheren Standards sowie Kontrollen zu deren Einhaltung. Rund 82 % der Befragten äußerten in der forsa-Umfrage den Wunsch nach mehr Transparenz in der Tierhaltung. Für 47 % von ihnen ist eine entsprechende Tierwohlkennzeichnung wichtig. Im Ernährungsreport 2016 lag dieser Anteil erst bei 36 %.


Neun von zehn Befragte sind laut Ernährungsreport bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu zahlen, wenn die Tiere nach höheren Standards gehalten werden, als es das Gesetz vorschreibt. Dieser Trend hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verstärkt.


Der Ernährungsbericht zeigt auch, dass die Deutschen nach wie vor am liebsten Fleisch essen. Rund 53 % der Befragten gaben das an. Dahinter rangieren Nudeln, die von 38 % favorisiert werden, sowie auch Gemüsegerichte
mit 20 %.


Weiter rückläufig ist die Kochlust. Etwa 39 % der Deutschen kochen laut forsa noch täglich; bei der letzten Befragung ein Jahr zuvor waren es 41 %. Für 97 % der Befragten ist der Geschmack das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf. Rund 73 % gaben an, sie legten Wert auf regionale Lebensmittel. Für 57 % ist der Preis entscheidend.


Immer mehr Menschen kaufen zudem überwiegend im Supermarkt ein. Ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 63 % gestiegen. Gleichzeitig hat der Einkauf beim Bauern, aber auch auf dem Markt und im Bioladen erheblich an Zuspruch eingebüßt. Lediglich 5 % der Befragten gaben an, sie kauften den Großteil ihrer Lebensmittel im Hofladen; vor Jahresfrist waren es noch 10 % gewesen!

 

Ordentliche Methodik


Die Ergebnisse des Ernährungsreports kann man getrost zu den gut recherchierten Daten dieser Welt zählen. Der Report beruht auf einer Befragung von rund 1 000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ab 14 Jahren, durchgeführt vom renommierten Meinungsforschungsinstitut forsa Ende 2016 im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

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