Eilverordnung zur Enten und Gänsehaltung

23.12.2014

© Sabine Rübensaat

Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern keine Anzeichen einer Erkrankung, wenn sie sich mit dem hoch ansteckenden Erreger H5N8 infiziert haben.

Berlin. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat am 22. Dezember eine Eil-Verordnung unterzeichnet, mit der alle Enten- und Gänsehalter verpflichtet werden, ihre Tierbestände vor dem Transport auf das Vorliegen von Geflügelpest zu untersuchen. Nur bei einem negativen Testergebnis dürfen die Tiere transportiert und der regulären Schlachtung zugeführt werden.

 

Die Verordnung ist am 23. Dezember um 0.00 Uhr in Kraft getreten und gilt bundesweit bis zum 31. März 2015. "Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern keine Anzeichen einer Erkrankung, wenn sie sich mit dem hoch ansteckenden Erreger H5N8 infiziert haben. Das Risiko, dass unerkannt infizierte Tiere transportiert werden und die Seuche über Fahrzeug- und Personenkontakte weiter verbreitet werden kann, ist deshalb hoch", erläutert Minister Schmidt. Die Maßnahme diene deshalb dem Schutz der Tierbestände.

 

Das praktische Vorgehen bei den nunmehr vorgeschriebenen Untersuchungen ist mit den zuständigen Landesbehörden genau abzustimmen. Zum Zeitpunkt der Verbringung darf die Probenahme nicht länger als sieben Tage zurückliegen. Rundfunkberichten zufolge soll es genügen, eine angemessene und repräsentative Anzahl von Tieren aus einer Herde zu beproben, eine Vollerhebung sei bislang nicht vorgesehen.  

 

Eine Gefahr für den Menschen resultiere aus dem Geschehen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht, so der Minister im Rundfunk. Es gebe weltweit keinerlei Erkenntnisse dafür, dass das Virus H5N8 auf den Menschen übertragbar sein könnte. Verbraucher sollten beim Zubereiten von Geflügel dennoch generell strikte Küchenhygieneregeln einhalten und Geflügel nur vollständig durchgegart verzehren. Zum Schutz vor Tierseuchen gehören darüber hinaus rohe Fleischabfälle grundsätzlich in den Hausabfall und weder in den Biomüll noch auf den Kompost. (ta)

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