Düngeverordnung: Schutz für Nasen

04.08.2014

© Werkbild

So geht umweltfreundlich: Gülleinjektion mit modernen Systemen hilft, die Ammoniakemissionen niedrig zu halten.

Eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen brachte es zutage: Die Bundesregierung hält an der im novellierten Göteborg-Protokoll für den Zeitraum 2005 bis 2020 festgelegten Minderung der Ammoniakemissionen in Deutschland um 5 % auf rund 544 000 t nicht nur fest, sondern sie hält sie auch für machbar. Mit den bisher eingeleiteten Regelungen und Maßnahmen werde nach aktuellen Prognosen des Umweltbundesamtes (UBA) bis zum Jahr 2020 eine Emissionsminderung von 3,4 % erreicht, schreibt die Regierung in ihrer Antwort an die Grünen. Die zusätzlich erforderlichen Emissionseinsparungen sollen unter anderem durch eine obligatorische Anwendung emissionsarmer Ausbringverfahren für Wirtschaftsdünger und die verpflichtende Einarbeitung von Geflügelmist innerhalb von vier Stunden erreicht werden. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen diene die Novellierung der Düngeverordnung, die die Bundesregierung derzeit vorbereite. Weitere Emissionsminderungen sollen durch eine Anpassung immissionsschutzrechtlicher Vorgaben, zum Beispiel zur Abluftwäsche, erreicht werden.

Die Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV), wonach die Pläne der EU-Kommission zur Luftreinhaltung „die Landwirtschaft und Tierhaltung in Deutschland in Frage stellen“, erscheint der Bundesregierung in dieser generellen Form „nicht plausibel“. Das zeigten die Erfahrungen in einigen Nachbarländern. Allerdings sei klar geworden, dass die vorgeschlagenen Ammoniakemissionsminderungen nur durch ein Paket verschiedener Maßnahmen erreichbar sind und Abluftfilter in Stallanlagen allein das Problem nicht lösen.

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