Düngeverordnung: Novelle könnte ein Sollwertsystem bringen

25.02.2014

© Sabine Rübensaat

Düngeausbringung (Stoppelacker)

Frankfurt. Die Novelle der Düngeverordnung (DüV) könnte für die Landwirte Änderungen in der Begrenzung der Düngemittelausbringung bringen, beispielsweise durch ein Sollwertsystem für alle Kulturen und Landwirte in Deutschland, versehen mit verbindlichen Vorgaben für Zu- beziehungsweise Abschläge und einer entsprechenden Dokumentation. Das sehen zumindest die Handlungsempfehlungen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe vor, die aus einer Evaluierung der bestehenden Düngeverordnung abgeleitet wurden.

Vorgestellt wurden diese Empfehlungen von Dr. Peter Oswald vom Bundeslandwirtschaftsministerium, der bei einem Kolloquium der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) einen Statusbericht zum aktuellen Stand der Novelle gab. Vorgesehen sind laut Oswald Anpassungen bei den Zeiträumen, in denen Düngemittel nicht auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden sollten. Zudem würden eine bundeseinheitliche Regelung für das Fassungsvermögen von Behältern zur Lagerung von Dung sowie die Einbeziehung von Gärresten in die 170-kg-N-Regelung vorgeschlagen. Darüber hinaus könnte es Regelungen für die Ausbringung von Düngemitteln auf geneigten Flächen, gefrorenen und schneebedeckten Böden sowie neue Anforderungen an die Ausbringungstechnik geben.

Die Überarbeitung der Düngeverordnung ist nach Angaben von Oswald wesentlicher Bestandteil des deutschen Aktionsprogramms zur Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie. Eine Umsetzung sei bis Ende dieses Jahres geplant; derzeit sei aber noch nicht klar, ob dieser Zeitplan auch eingehalten werden kann.

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