DRV zur Ferkelkastration

02.10.2018

© Sabine Rübensaat

Mit Erleichterung hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) auf den Beschluss des Koalitionsausschusses zum Umgang mit der betäubungslosen Ferkelkastration reagiert. „Wir freuen uns sehr, dass die Große Koalition die Notwendigkeit zum Handeln erkannt hat. Die geplante Fristverlängerung bedeutet für unsere Mitgliedsunternehmen und die gesamte Fleischwirtschaft in Deutschland, dass die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen EU-Ländern gewahrt bleibt, wenn auch nur vorerst“, sagte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp.

 

Gleichwohl sei die ausschließliche Verlängerung der Frist um zwei Jahre nicht das Wunschergebnis des Verbandes. „Die geplante Verlängerung ist ein Hoffnungszeichen für die Fleischwirtschaft. Damit endet nicht die extrem schädliche Hängepartie, in der sich der gesamte Sektor befindet“, so Holzenkamp weiter.

 

Der DRV hofft nun, dass die weiteren Schritte des Gesetzgebungsverfahrens möglichst reibungslos gelingen. Dennoch sei das nicht das Ende der notwendigen Bemühungen. Der Sektor müsse die dann gewonnene Zeit für die Entwicklung des Vierten Wegs nutzen. Dabei verabreicht ein geschulter Landwirt dem Tier das Schmerzmittel vor dem Eingriff. In Deutschland ist dieses Verfahren bisher mit vielen rechtlichen Hürden versehen und deshalb nicht anwendbar, während es in anderen Ländern wie Schweden oder Dänemark bereits praktiziert wird.

 

Der Deutsche Raiffeisenverband hatte sich seit Beginn der Diskussion um den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration für diesen Vierten Weg als eine von mehreren alternativen Vorgehensweisen eingesetzt. Holzenkamp: „Wir bleiben dabei: Der Vierte Weg muss als eine von mehreren Alternativen möglich sein.“

 

 

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