Direktzahlungen: Kürzung ist amtlich

01.12.2014

© Sabine Rübensaat

Die Direktzahlungen für das Antragsjahr 2014 werden wie erwartet gekürzt.

Brüssel. Die Direktzahlungen für das Antragsjahr 2014 werden wie erwartet gekürzt. Jenseits eines Freibetrags von 2 000 € erhalten die Landwirte rund 1,3 % weniger Beihilfen, als ihnen eigentlich zustehen würden. Wie die EU-Kommission auf Anfrage bestätigte, wurde eine entsprechende Entscheidung am 17. November angenommen. Mit den Geldern wird die Krisenreserve für Marktmaßnahmen in Höhe von 433 Mio. € aufgefüllt.

Eine Kürzung der Direktzahlungen wegen knapper EU-Kassen wurde erstmals 2013 durchgeführt; damals betrug der entsprechende Satz 2,45 %. Zumindest ein Teil jener Mittel soll im nächsten Jahr an die Landwirte zurückfließen, weil die Krisenreserve ungeachtet des Russland-Embargos nicht benötigt wurde.  Kommission und Rat haben Wege gefunden, wie die Unterstützung für Marktrücknahmen im Obst- und Gemüsebereich sowie Beihilfen für die private Lagerhaltung von Milchprodukten auch ohne das Anzapfen der Krisenreserve finanziert werden können. Wie vergangene Woche am Rande der Verhandlungen mit dem Europaparlament bekannt wurde, wurden durch die Verrechnung von Überschüssen und Korrekturen ausreichend Mittel zusammengetragen, um Maßnahmen zu finanzieren.

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