Die Betriebe wachsen

29.10.2013

Durch Investitionen im Energiebereich sind viele bereits gut ausgebaute Höfe in den letzten Jahren komplettiert worden.

© Sabine Rübensaat

Die Zahl flächenstarker Betriebe nimmt in Deutschland immer weiter zu, und die sogenannte Wachstumsschwelle ist mittlerweile auf 100 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) gestiegen. Unterhalb dieser Größe verringert sich die Zahl der landwirtschaftlichen Höfe, darüber nimmt sie zu, erläuterte der Rheinische Landwirt-schaftsverband (RLV) am vergangenen Mittwoch diese Tatsachen. Die Zahl der Agrarbetriebe mit mehr als 100 ha ­habe sich im Zeitraum von 2007 bis 2011 um 2 400 auf 34 100 Unternehmen erhöht, die zusammen 56 % der LF in Deutschland bewirtschaften.


Aktuellen Erhebungen zufolge gab es 2012 im Bundesgebiet insgesamt nur noch 287 500 Höfe, nachdem innerhalb von fünf Jahren mehr als 34 000 Unternehmen oder 10,6 % ihre landwirtschaftliche Tätigkeit aufgegeben hatten. Der jährliche Verlust an Agrarbetrieben habe sich damit auf 2,2 % belaufen, das sei weniger als die Abnahmerate von durchschnittlich 3,0 % in den Jahrzehnten zuvor, erläuterte der RLV.


Der Strukturwandel im Agrarbereich sei damit voll im Gang, habe sich in den vergangenen Jahren aber verlangsamt. Im Schnitt verfügten die Landwirte 2012 über eine Fläche von 58 ha je Hof; das waren 6 ha mehr als 2007. Bei regionaler Betrachtung sei sowohl in West- als auch in Ostdeutschland ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei den Betriebsgrößen sichtbar. Die Flächenausstattung allein lasse jedoch noch keine Aussage über die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit zu, betonte der RLV, denn die könne auch bei kleinem Areal etwa durch den Anbau von Sonderkulturen oder durch eine intensive Tierproduktion gegeben sein.

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