Deutscher Bauerntag 2015 eröffnet

25.06.2015

© Frank Hartmann

Symbolische Eröffnung direkt vor der Messe Erfurt (rechts Präsident des DBV Joachim Rukwied, links Helmut Gumpert vom Thüringer Bauernverband).

Erfurt. „Veränderung gestalten“ – das ist das große Motto, unter dem am 24. Juni 2015 über 600 Delegierte aus allen Kreis- und Landesverbänden Deutschlands in ihren zweitägigen Bauerntag 2015 starten. Zur symbolischen Eröffnung trafen sich die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, und des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert, direkt vor der Erfurter Messe zum „Themen stapeln“. Es gebe viel zu tun auf dem Bauerntag, ließen die Herren mit Augenzwinkern verlauten.  Veränderungen geben müsse es in der Position weiter Teile der Gesellschaft zur Landwirtschaft, hatte Helmut Gumpert im Vorfeld schon unterstrichen. Andererseits gingen die Veränderungen auch vom Berufsstand selber aus, der sich bewusst und aktiv weiterentwickeln wolle.

 

Dies unterstützte Präsident Rukwied:  „Wir müssen Veränderungen selbst in die Hand nehmen und gestalten, um die Zukunft für unsere Bauernfamilien und ihre landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern. Das dürfen wir nicht anderen überlassen“, so Rukwied entschlossen. „Wir als Landwirte stehen in der Mitte der Gesellschaft. Um diesen Platz zu sichern, müssen wir aber im Vergleich zu früher mehr tun“.

Die deutschen Bauern hätten in den zurückliegenden Jahren viele Herausforderungen gemeistert. Dazu zählte Rukwied die Wettbewerbsfähigkeit, die Marktorientierung, das Erhalten vielfältiger Betriebsformen genauso wie die Lebensmittelsicherheit, die Qualitätssicherung sowie eine verbesserte Ressourcen- und Umwelteffizienz. „Das sind die Aktivposten, die Errungenschaften der heimischen Agrarwirtschaft“, betonte er. Gleichzeitig hätten sich jedoch die Maßstäbe gewandelt, mit denen Medien, Gesellschaft und Teile der Verbraucher Landwirtschaft und Ernährung bewerten. Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft und Ausrichtung der Landwirtschaft polarisiere sich zunehmend und gebe den Bauernfamilien Anlass zur Sorge. „Wir haben bisher viel erreicht und hohe Standards etabliert, was jedoch zunehmend in Frage gestellt und wegdiskutiert wird“, so Rukwied. Auf dem Deutschen Bauerntag 2015 werde deshalb eine aktuelle Standortbestimmung vorgenommen. Darauf aufbauend definierten die rund 600 Delegierten die Forderungen des Berufsstandes an Politik und Gesellschaft. „Der Bauerntag wird eine Agenda für die nächsten Jahre erarbeiten und als Erfurter Erklärung verabschieden“, kündigte Rukwied an.

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