Der eine hart, der andere smart

14.07.2016

© Sabine Rübensaat

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und die SPD haben mit Positionspapieren ihre grundsätzliche Haltung zur Landwirtschaft verdeutlicht.


Einen unnachgiebigen und kompromisslosen Kurs zum Wohl der real existenten bäuerlichen Landwirtschaft markierte die Unionsfraktion mit ihrem „Pakt für Landwirtschaft“, den sie in der vergangenen Woche beschlossen hat. Hier spricht sie sich für eine Kombination aus Soforthilfen und strukturell wirksamen Maßnahmen aus. Den Betrieben unmittelbar helfen sollen ein weiteres Liquiditätshilfeprogramm der Europäischen Union, das national aufgestockt werden soll, ferner eine erneute Aufstockung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) sowie ein Bürgschaftsprogramm von Bund und Ländern. Zu den vorgeschlagenen steuerlichen Erleichterungen zählen die Einführung befristeter Freibeträge zur Schuldentilgung sowie eine verbesserte Risikovorsorge durch Ausweitung des Zeitraums zur Gewinnglättung von zwei auf drei Jahre. Die Branche sieht die Fraktion in der Pflicht, die vorhandenen Instrumente für eine verbesserte Marktstellung zu nutzen.


Für die SPD hingegen ist Smart Farming wichtig. Die Chancen dieses Technologiekomplexes für eine nachhaltige Landwirtschaft seien enorm, betonte die SPD-Bundestagsfraktion in ihrem Positionspapier. „Die vernetzte Landtechnik bietet Lösungswege hin zur nachhaltigen Landwirtschaft und kann die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung steigern“, erklärte der zuständige Berichterstatter Rainer Spiering. Mit dem Positionspapier baue seine Fraktion auf die Innovationsfähigkeit der konventionellen Landwirtschaft.


Notwendig sei, die Forschung im Bereich der vernetzten Landtechnik zu intensivieren. Der SPD-Politiker sieht in autonomen Landmaschinen, die Entscheidungsprozesse in der Wertschöpfungskette in Echtzeit steuern, die Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Wirtschaft.Es gehe um die Entwicklung von intelligenten und anwenderfreundlichen Daten-Management-Systemen, die die gesamte Prozesskette vom Feld bis zur Lieferung an den Handel abbildeten. Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Umgang mit der digitalen Revolution seien Datenschutz und Ausbau des Breitbandnetzes.

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