Den ländlichen Raum im Blick?

06.11.2014

Karikatur © Lothar Schneider

So ungefähr müssen Sie sich´s im ländlichen Raum vorstellten.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stärkt die Aktivitäten seines Hauses im Bereich der ländlichen Entwicklung. Kernelement der Initiative, die der Minister am 29. Oktober in Berlin vorgestellt hat, ist ein neues „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“. Das zunächst für die kommenden zwei Jahre mit jeweils zehn Millionen Euro ausgestattete Bundesprogramm soll innovative Ansätze in der Förderpolitik unterstützen und die Lebensverhältnisse auf dem Land verbessern. Eckpunkte sind Demonstrationsvorhaben zur Unterstützung beispielhafter Initiativen, ein Modellvorhaben „Land(auf)schwung“ in Fortsetzung des bisherigen Projektes „LandZukunft“, Wettbewerbe und intensivere Forschung.

Der Minister kündigte die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für ländliche Entwicklung bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) an. Ein Fachbeirat soll das Programm begleiten. Schmidt bekräftigte seine Absicht, die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) neu zu gestalten. Gleichzeitig habe man mit dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung die Möglichkeit, nicht landwirtschaftlich bezogene Aktivitäten zu fördern. Bei den Modell- und Demonstrationsvorhaben gehe es darum, „Entwicklungsmaßnahmen zu erproben, Initiativen zu unterstützen und gute Beispiele öffentlich zu machen.“

Den Start des neuen Modellvorhabens stellte der Minister für Anfang Dezember 2014 in Aussicht. Das für den Zeitraum 2015 bis Mitte 2018 konzipierte Projekt richte sich an engagierte Menschen vor Ort, „die selbst über innovative Ideen und deren Umsetzung entscheiden.“ Für die Startphase wurden den Angaben zufolge bereits 39 Landkreise ermittelt. Die Auswahl der endgültigen Teilnehmergruppe erfolgt anhand demografischer, wirtschaftlicher und sozioökonomischer Kenndaten. Letztlich sollen dann zehn bis 13 Landkreise auch im Rahmen des Initiativprojekts unterstützt werden.

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