DBV warnt vor neuer Regulierung

12.03.2013

Milchkühe 

 

Berlin/Brüssel. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seine Ablehnung gegenüber einer zu starken Regulierung des Milchsektors nach Auslaufen der Quotenregelung bekräftigt. Dazu veröffentlichte er Ende Februar zwei Positionspapiere, davon eines im Schulterschluss mit Bauern- und Genossenschaftsverbänden aus Belgien, Estland, Großbritannien, Dänemark, Irland, den Niederlanden und Schweden.

Ein Dorn im Auge ist dem DBV die mögliche Einführung einer EU-Krisensteuerung des Milchmarkts, bei der Erzeuger für eine Produktionsverringerung belohnt, für eine Ausweitung hingegen bestraft würden. In einem offenen EU-Markt sei ein solches Instrument zum Scheitern verurteilt, da der Außenschutz fehle. Staatlich verordnete Produktionslimits bei einer weltweit steigenden Lebensmittelnachfrage seien zudem gesellschaftlich nicht mehr vermittelbar. Gleichzeitig befürchtet der Bauernverband einen vermehrten Ausstieg aus der Milchproduktion in benachteiligten Gebieten und eine Beschleunigung des Strukturwandels.

Der Verband plädiert stattdessen für eine steuerfreie Risikoausgleichrücklage auf nationaler Ebene, eine Nutzung der Intervention und der privaten Lagerhaltung in Krisenfällen, eine langfristige Sicherung der Direktbeihilfen, eine Unterstützung der Ertragsschadenversicherung sowie eine nationale Angleichung von Grünland- und Ackerprämie in ganz Europa. Demgegenüber rief die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die EU-Parlamentarier dazu auf, dem Beschlussvorschlag des Agrarausschusses zur Milchmarktregulierung zuzustimmen.

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