DBV-Konjunkturbarometer

06.11.2018

© Sabine Rübensaat

Berlin. Eine weiterhin spürbar verminderte Investitionstätigkeit weist das aktuelle Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) aus. Danach bleiben die Investi­tionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate auf einem niedrigen Niveau.

 

Wie der DBV berichtete, wollen nur 31 % der Landwirte in dieser Zeit investieren; vor einem Jahr waren es mit 32 % kaum mehr. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt indes mit 4,7 Mrd. € um 0,5 Mrd. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Mit 2,3 Mrd. € entfällt knapp die Hälfte der geplanten Investitionen auf den Bereich Ställe und Stalltechnik; gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 0,8 Mrd. €. Auch die für Landkäufe vorgesehenen Gelder gehen dem Konjunkturbarometer zufolge stark zurück und verringern sich um 1,2 Mrd. € auf nur noch 0,6 Mrd. €. Mit einem geplanten Investitions­volumen von 1 Mrd. € fallen die vorgesehenen Maschineninvestitionen im Jahresvergleich dagegen um 100 Mio. € höher aus. Investitionsvorhaben im Bereich Erneuerbare Energien bleiben mit 1 Mrd. € stabil. „Investitionen brauchen Sicherheit“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied. Die Bauern seien verunsichert und scheuten deshalb das Risiko einer Investition. Als Grund nannte Rukwied unsichere politische Rahmenbedingungen vor allem in der Tierhaltung. Die Politik müsse endlich erkennen, dass die Landwirte eine langfristige und verlässliche Planungssicherheit brauchen. 

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