Bürger wollen mehr Agrarwissen

09.09.2014

© Thorben Wengert / pixelio.de

Die Schulische Wissensvermittlung über das Leben in der Landwirtschaft ist reformbedürftig, ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage.

Berlin. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger fordert, dass an den deutschen Schulen mehr Agrarthemen behandelt werden sollten. Fast 60 % sind der Auffassung, dass an den Schulen derzeit kein realistisches Bild der Landwirtschaft vermittelt wird. Das hat eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Vereins information.medien.agrar (i.m.a) ergeben.

Danach stehen für eine Mehrheit der Bundesbürger in den Medien vorherrschende Themen wie „Massentierhaltung“, „Subventionen“ oder „Antibiotika“ nicht im Vordergrund. Nur 1 bis 5 % der Befragten sind der Ansicht, derartige Themen gehörten in den Unterricht. Dagegen wünschen sich 16 %, dass die Schüler mehr über die Erzeugung von Lebensmitteln lernen; 13 % möchten Informationen an den Schulen über Biolandwirtschaft, 12 % über Umweltschutz. Auch Ackerbau und Tierhaltung wurden als Themen für den Unterricht genannt.

Mehr als die Hälfte der Befragten sind der Auffassung, dass die schulische Vermittlung von Wissen über das Leben in der Landwirtschaft dringend einer Reform bedürfen. Rund 59 % der Bundesbürger haben den Eindruck, dass an den hiesigen Schulen ein unrealistisches Bild der deutschen Landwirtschaft vermittelt wird.

Für i.m.a.-Geschäftsstellenleiter Patrik Simon zeigen die Ergebnisse, „dass die Verbraucher mit ihrem Wunsch nach umfassender Information über die Landwirtschaft mit den Interessen der Bauern konform gehen“. Ziel müsse es sein, Themen der Landwirtschaft dauerhaft in den Unterrichtsplänen zu verankern.

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