Bodenschutzbericht der Bundesregierung

10.10.2017

© Sabine Rübensaat

Der Boden als schützenswertes Gut sollte gesellschaftlich, schulisch und auch politisch mehr in den Vordergrund gerückt werden, da die heutigen Entscheidungen und Handlungen die Rahmenbedingungen für das Leben vieler künftiger Generationen bestimmen.


Dies ist eine der zentralen Forderungen des von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks vorgelegten Vierten Bodenschutzberichts, der vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Die Politik und die Gesellschaft müssten sich des hohen Werts der Böden weiter bewusst werden und die wertvolle Ressource Boden in ihren natürlichen Funktionen erhalten und schützen, heißt es in dem Bericht.


Damit die vielfältigen Bodenfunktionen auch in Zukunft erhalten blieben, müssten insbesondere Grundstückseigentümer, Bodennutzer und auch Entscheider in Fragen der Flächennutzungsplanung durch geeignete Maßnahmen über bodenschonende und den Flächenverbrauch verringernde Maßnahmen informiert und unterstützt werden.


Nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) verdeutlicht der Bodenschutzbericht, wie wichtig der Schutz und der Erhalt produktiver Böden für das Überleben der Menschen sind. Noch immer gingen durch Bebauung jeden Tag bundesweit rund 66 ha landwirtschaftlicher Boden der Nahrungsmittelerzeugung, der Kohlenstoffspeicherung und der Wasserfilterung verloren. Deshalb problematisiere der Bericht zu Recht, dass die weltweite Flächenverfügbarkeit pro Kopf von heute 0,22 ha bis auf 0,18 ha im Jahr 2050 sinken werde.

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