Betäubungslose Ferkelkastration

27.09.2018

© Sabine Rübensaat

Der Bundesrat hat sich gegen eine Verlängerung der Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration ausgesprochen. Der von Niedersachsen ­initiierte Antrag für eine Fristverlängerung um bis zu zwei Jahre fand in der Sitzung der Länderkammer keine Mehrheit. Ebenfalls erfolglos blieb ein kurzfristig von Brandenburg eingebrachter Kompromissvorschlag für eine Verlängerung um ein Jahr. Damit wird der Bundesrat keinen Gesetzentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes in den Bundestag einbringen. Ob der Bundestag nunmehr selbst aktiv wird, ist offen. Zwar kündigten Unionspolitiker eine entsprechende Gesetzesinitiative an. Eine Unterstützung durch die SPD erscheint jedoch fraglich. Damit könnte es durchaus beim 2013 beschlossenen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2019 bleiben. 

 

Die Entscheidung der Länderkammer löste in der Agrarbranche Bestürzung aus. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, warf den Ländern eine nicht nachvollziehbare Blockadehaltung vor. Der Bauernverband hatte noch am Freitag kurzfristig vor dem Bundesrat für den sogenannten Vierten Weg und die Erhaltung der deutschen Sauenhaltung geworben (Fotos), während sich Tierschutzbund und Peta-Aktivisten mit gegenteiligen Losungen ins Geschehen ein­mischten. 

 

 

DBV-Proteste vor dem Bundesrat.

 

Mecklenburg-Vorpommerns Agrar­minister Backhaus (r.) nahm sich Zeit für ein Gespräch mit Werner Schwarz (l.) und Walter Heidl (M.). 

 

Fotos: Sabine Rübensaat

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