Beschlüsse vor der Sommerpause?

15.01.2016

Düngung © Sabine Rübensaat

Die seit Jahren diskutierte Neufassung des Düngerechts tritt in ihre entscheidende Phase. Die Bundesregierung hat vor Weihnachten ihren zwischen den Ressorts abgestimmten Entwurf einer Verordnung zur Neuordnung der guten fachlichen Praxis beim Düngen offiziell der EU-Kommission zur Notifizierung übermittelt. Der Entwurf entspricht weitgehend der Fassung, die bereits im Juni letzten Jahres von der Regierung vorgelegt worden war. Eine zwischenzeitlich diskutierte Verkürzung der Einarbeitungsfrist für Gülle auf eine Stunde ist vom Tisch. Für Wintergerste soll es eine Ausnahme von der Sperrfrist für die Herbstdüngung geben.


Die auf drei Monate angesetzte Prüfung der insgesamt 130 Seiten umfassenden Novelle durch die Brüsseler Administration wird voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein. Anschließend soll der Entwurf dem Bundesrat zugeleitet werden. Im Bundeslandwirtschaftsministerium ist man optimistisch, dass der nach monatelangem Tauziehen mit dem Umweltministerium nun vorgelegte Verordnungsentwurf den Brüsseler Anforderungen gerecht wird. Die vorgesehenen Regelungen entsprächen in weiten Teilen den Forderungen, wie sie die Kommission erhoben habe, heißt es im Agrarressort. Dies gelte etwa für die Absenkung des Stickstoffüberschusses, die Ausweitung der Sperrfristen oder auch die Erhöhung der Lagerkapazitäten für Gülle und Festmist. Gleichzeitig habe man die Kommission von „völlig realitätsfremden“ Vorstellungen abbringen können.


Geplant ist, das Gesamtpaket aus Düngeverordnung, Düngegesetz und Anlagenverordnung bis zur Sommerpause 2016 zu beschließen.

Buchbestellung

 

Buch kaufen



Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr