Bauern sollen mehr für den Klimaschutz tun

12.05.2014

© Sabine Rübensaat

Der Mais ist Nutznießer, aber auch Mitverursacher des Klimawandels, sofern er zum Beispiel auf Moorböden angebaut wird.

In seinen Eckwerten für ein „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“, die vergangene Woche an die Ressorts verschickt wurden, weist das Bundesumweltministerium die Landwirtschaft als einen der Sektoren aus, in denen weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchgeführt werden sollten, um die Erreichung des deutschen Klimaschutzziels 2020 sicherzustellen. Die bisherigen Minderungen in der Landwirtschaft resultierten in erster Linie aus den Umweltanforderungen der gemeinsamen EU-Agrarpolitik, einem verbesserten Düngemittelmanagement und einer stärkeren Kopplung von Viehdichten an die Fläche. Zusätzliche Minderungsoptionen bestünden beispielsweise durch die Ausweitung des Ökolandbaus und die Erhöhung der Effizienz beim Stickstoffeinsatz.

Die Emissionen aus agrarischen Böden etwa durch Grünlandumbruch sowie die Rolle der Forstwirtschaft würden hingegen bislang nicht in die Bewertung der Zielerreichung einbezogen. Mittelfristig sollten deshalb zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen in diesem Bereich in den Blick genommen werden. Bis zum Herbst solle ein Maßnahmenprogramm erarbeitet werden, so das Umweltministerium. Die Ressorts sollen ihre Beiträge bis zum 1. September 2014 vorlegen. Einen Kabinettsbeschluss strebt das Umweltressort für November an.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium äußerte sich in der letzten Woche bereits zurückhaltend zu der Initiative des Umweltministeriums. Es bleibe abzuwarten, ob man neben den ohnehin laufenden Vorhaben wie etwa der Novelle der Düngeverordnung weitere Maßnahmen ergreifen müsse.

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