Anstieg war unvermeidlich

01.03.2013

Münszstapel auf 100 Euroschein 

 

Berlin. Die zum Teil drastischen Steigerungen der Berufsgenossenschaftsbeiträge sind nach Angaben der SVLEG teilweise hausgemacht. Am stärksten betroffen von den Erhöhungen sind einer aktuellen Analyse der Sozialversicherung nach die Unternehmen im Bereich der bisherigen Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) Mittel- und Ostdeutschland (MOD). Die Beitragserhöhungen erreichten hier teilweise eine Größenordnung von mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr.

Die wesentliche Ursache für den Anstieg der Umlage ist allerdings nach Angaben der Studie die Absenkung im Jahr zuvor. Wie aus den Zahlen der LBG MOD hervorgeht, lag die Umlage 2011 bei rund 102 Mio. EUR, die in diesem Jahr zu finanzierende Umlage 2012 beträgt hingegen annähernd 153 Mio. EUR. Die vergleichsweise niedrige Umlage 2011 konnte erreicht werden durch den massiven Einsatz von Betriebsmitteln, über die die LBG MOD damals noch verfügte, die nunmehr jedoch aufgebraucht sind. Mit der Errichtung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) durften Betriebsmittel zur Senkung der Umlage auch nicht mehr eingesetzt werden.

Bekanntlich werden die Berufsgenossenschaftsbeiträge in diesem Jahr zum letzten Mal regional festgesetzt. Anfang kommenden Jahres fällt die Finanzierung der Umlage dann erstmals in die Zuständigkeit der SVLFG. Die Beschlüsse dazu sollen von der Vertreterversammlung Ende März gefasst werden.

Neben der LBG MOD waren auch andere Berufsgenossenschaften zu einer spürbaren Anhebung ihrer Umlage 2012 gezwungen. Um gut 18 % hat die ehemalige LBG Baden-Württemberg erhöhen müssen, es folgen Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (HRS) mit über 14 % sowie Franken und Oberbayern mit knapp 12 %.

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