Aktionsprogramm Insektenschutz

22.10.2018

© Sabine Rübensaat

Das Bundesumweltministerium hat Diskussionsvorschläge für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ der Bundesregierung vorgelegt. Die im Frühsommer dieses Jahres vom Kabinett beschlossenen Eckpunkte zum Aktionsprogramm legen neun Handlungsbereiche fest, zu denen das Umweltressort nunmehr einzelne Maßnahmen vorschlägt. Die Vorschläge sind nicht innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, sich bis zum 7. November 2018 im Rahmen einer Online-Beteiligung zu den einzelnen Maßnahmen zu äußern. Das Umweltministerium ist eigenen Angaben zufolge offen für „zusätzliche gute und innovative Ideen“.

 

Einen überarbeiteten Vorschlag will Ressortchefin Svenja Schulze innerhalb der Bundesregierung abstimmen und anschließend ins Kabinett einbringen. Im Mittelpunkt der von ihrem Haus angedachten Maßnahmen stehen eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit einer stärkeren Berücksichtigung von Biodiversität und Insektenschutz sowie ein veränderter Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Neben einer generellen Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden strebt das Ministerium Änderungen in der Pflanzenschutzmittelzulassung an. So soll der Einsatz bestimmter Wirkstoffe künftig an die Bereitstellung von Schutzflächen für die Biodiversität geknüpft werden, auf denen keine Mittel zum Einsatz kommen. Der Deutsche Bauernverband warf dem Bundesumweltministerium fehlende Ausgewogenheit und eine einseitige Fokussierung auf die Landwirtschaft beim Insektenschutz vor.

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