Agrarpreistrend: FAO gibt klare Warnung heraus

18.10.2013

Futtermittelsäcke

© Sabine Rübensaat

Rom. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die Länder der Welt dazu aufgerufen, sich für künftige Explosionen der Nahrungsmittelpreise zu rüsten. Nur weil die Aussichten derzeit relativ günstig seien, bedeute das nicht, es gebe kein Problem mehr, erklärte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva vergangene Woche anlässlich eines Treffens mit rund 30 Landwirtschaftsministern und EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Ciolos¸ am Rande der Jahrestagung des Welternährungsausschusses (CFS) in Rom.


Ciolos¸ legte den Entwicklungsländern ans Herz, ausreichende Getreidereserven für Krisenzeiten aufzubauen. Das sei ein natürlicher zweiter Schritt nach Einrichtung des Agrarmarktinformationssystems (AMIS). Gleichzeitig warnte der Kommissar davor, auf reine Produktionsanreize zu setzen. Die strukturelle Überproduktion müsse ebenso vermieden werden wie die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Ciolos¸ unterstrich die Bedeutung von Forschung und Entwicklung. „Die Landwirtschaft von morgen ist eine Wissenslandwirtschaft“, sagte er. Besonders Kleinbauern und Familienbetriebe müssten Zugang zu diesem Wissen erlangen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr