Agrarminister berieten über Fipronil

20.09.2017

© Sabine Rübensaat

Die europäischen Warnsysteme im Lebensmittelbereich funktionieren, die Signalweitergaben dauert aber zu lange.

Tallinn/Berlin. Beim informellen Agrarministertreffen in Tallinn forderte der Kommissar Anfang September insbesondere die Niederlande und Belgien dazu auf, weitere Beiträge zu leisten. Bei dem aktuellen Skandal habe die Information betroffener Mitgliedstaaten viel zu lange gedauert, kritisierte der Litauer. Auch müsse die EU-Gesetzgebung besser umgesetzt werden. Das europäische Schnellwarnsystem funktioniere zwar sehr gut, jedoch bestünden Probleme bei der administrativen Umsetzung, erklärte Andriukaitis. Deshalb solle nun eine Expertenrunde aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden Vorschläge zur Verbesserung des EU-Frühwarnsystems erarbeiten. Zudem sei ein hochkarätiges Treffen mit Vertretern der Mitgliedstaaten am 26. September in Brüssel zu dieser Frage geplant. Inzwischen sind Fipronil-Eier in insgesamt 45 Staaten gefunden worden. Laut Kommissionssprecherin Anca Paduraru waren in der EU zuletzt nur Kroatien und Litauen nicht betroffen. Zu den betroffenen Drittländern zählten unter anderem die USA, Russland, Südafrika und die Türkei.

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