Agrarhaushalt

25.07.2013

 

 

Brüssel. Die EU-Mitgliedstaaten lassen den Entwurf der Europäischen Kommission für den Agrarhaushalt 2014 weitgehend ungerupft. Die Chefdiplomaten verständigten sich vergangene Woche auf Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 59 246,1 Mio. Euro für die Haushaltsrubrik 2, die zum größten Teil von den Mitteln der Ersten und Zweiten Säule ausgefüllt wird. Die Übereinkunft muss noch Anfang September von den EU-Finanzministern bestätigt werden, bevor das Europaparlament mit einem Gegenvorschlag am Zug ist.


Die Kürzungen summieren sich gegenüber dem Kommissionsvorschlag auf 1,6 Mio. Euro und betreffen ausschließlich Fischereimittel sowie dezentrale Behörden. Das ist ungewöhnlich – in den vergangenen Jahren setzten die Mitgliedstaaten den Rotstift in der Regel im dreistelligen Millionenbereich an. Damit stünden den EU-Landwirten im kommenden Haushaltsjahr wie von der Kommission vorgesehen 41 240,8 Mio. Euro an Direktbeihilfen zur Verfügung; hinzu kämen 2 496,3 Mio. Euro für Marktmaßnahmen und 13 987,3 Mio. Euro für die ländliche Entwicklung. Im Vergleich zu 2013 bliebe die Erste Säule damit in laufenden Preisen ungefähr konstant. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Bedarf aufgrund der weiteren Eingliederung der neuen Mitgliedstaaten eigentlich höher ist; deshalb werden die Direktzahlungen auf Betriebsebene erstmals linear gekürzt. AgE


 

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